Vom Wollen zum Tun

Vom Wollen zum Tun

Diese Thematik beschäftigt mich seit geraumer Zeit immer wieder. Und instinktiv weiss ich, das sich dahinter ein riesen Potenzial verbirgt, was nur darauf wartet endlich hinaus gelassen zu werden. Es steht quasi mit scharrenden Hufen hinter einer Tür und wartet nur darauf, dass ich diese endlich öffne. Nicht nur einen kleinen Spalt um sie dann schnell wieder zu schließen. Nein, es ist an der Zeit sie mit voller Freude und einem riesigen JA endlich vollkommen weit zu öffnen und sie auch geöffnet zu lassen.
Egal was kommen mag oder was auch nicht. Egal welche Ängste ich tatsächlich habe und welche ich mir einbilde zu haben. Denn genau diese Ängste, dieses “was wäre wenn” hält die Tür zu meinem Potenzial verschlossen. Gibt man den Ängsten zu große Aufmerksamkeit oder versucht man sie gar immer und immer wieder zu unterdrücken, was auch eine Form der Aufmerksamkeit ist, gibt man ihnen Kraft und Macht. Und mit eben dieser Kraft ist die Tür schwer wie Blei und es ist fast unmöglich diese zu öffnen. Mit Gewalt funktioniert da gar nichts.

Es funktioniert viel mehr damit, ganz bewusst die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was ich wirklich tief in meinem Innersten möchte. Mir dessen mehr und mehr bewusst zu werden und es durch meine bewusste Aufmerksamkeit zu nähren und zu stärken. Dann bemerkt man mehr und mehr das eigene Potenzial hinter der Tür. Man spürt regelrecht wie es hinaus möchte, wie es erkannt und gelebt werden möchte. Denn dazu ist es da. Es will und helfen und uns nichts Böses tun. Niemand möchte uns etwas böses tun und niemand kann uns etwas böses tun, es sei denn, wir lassen es zu.

Ich schweife wieder etwas ab. Das geht mir des Öfteren so, wenn ich im Schreib-Fieber bin. 😉
Die Finger gehen nur so über die Tasten, alles will raus, meine Gedanken wollen hinaus, wollen in Worte verwandelt werden. Und auch die Worte wollen hinaus, wollen gelesen werden. Sie wollen wirken, bei jedem, der dafür bereit ist. Bei jedem für den sie geschrieben sind.

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Und genau darum geht es bei mir. Im Grunde schon seit einigen Monaten, vielleicht auch schon seit 2-3 Jahren. Ich weiss es gar nicht genau. Es wird mir in der letzten Zeit erst wirklich bewusst und von Tag zu Tag wird es mir bewusster und klarer. Verschwommen sehe ich meine Ideen, meine Visionen, kann sie aber nicht fassen und bekomme sie zu keinem ganzen Bild. Und genau das ist meine Blockade. Ich möchte es sehen, möchte es fassen können. Und da ich mich darauf konzentriere, auf das, was ich “nicht hinbekomme” nähre ich es und gebe diesem “das bekomme ich nicht hin, wie ich es mir vorstelle” Kraft. So sind all meine Gedanken und meine Energie auf etwas gerichtet was im Grunde doch völlig unwichtig ist. Und ein Teil meines Innersten weiss dies natürlich. Aber der Verstand, der fast nie Urlaub macht, übertönt meine leise innere Stimme. Und ich lasse es zu. Bis jetzt.

Denn ich spüre, dass meine innere Stimme, auch wenn sie noch so leise ist an Kraft und Stärke gewinnt und gewonnen hat. Es ist eine andere Stärke, sanft aber irgendwie bestimmt. So, dass mein Bewusstsein nun weiss, dass es jetzt an der Zeit ist.

Meine innere Stimme sagt:
Lege los. Jetzt. Tue das, was deine Bestimmung ist. Tue das, wozu du hier bist. Es war und ist dein Wunsch dies zu tun. Auch wenn du immer sagst, dass du nicht wüsstest was es ist. Aber natürlich weisst du was es ist. Du lässt nur zu, dass dein Verstand den Schleier darüber legt. Du fokussierst dich aus Angst vor deinem eigenen Potenzial auf irgendwelche völlig irrelevanten Ängste. Sie dienen dir als Ausrede, als Entschuldigung, als was auch immer, um nicht das zu tun, was du doch tun möchtest. Lasse es zu, lasse geschehen, was durch dich geschehen möchte. Es wird einfacher, wenn du den Verstand loslässt und deinem Herzen die Führung überlässt. Du wirst es merken, wenn du es zulässt. Dann wirst du irgendwann nicht mehr genug davon bekommen, es geniessen und dich fragen warum du das nicht schon viel eher getan und zugelassen hast. Aber das kennst du ja von ähnlichen Erfahrungen. 😉 Alles hat zwar seine Zeit, aber achte darauf den Zeitpunkt nicht zu überschreiten, sonst wirst du verpassen was schon sehnsüchtig auf dich wartet. Das, was du schon sehnsüchtig erwartest, was du dir schon lange für dich und dein Leben herbei sehnst. Du spürst selber, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Verschiedenes bist du schon angegangen, hast verschiedenes begonnen. Und ja, es ist dein Weg. Gehe ihn weiter und frage nicht immer wo er hin führt. Gehe ihn einfach. Wenn du mit dem Auto von einem Ort zum anderen fährst, hinterfragst du auch nicht ständig die Strassen, die Kurven, die Schilder usw. Du fährst einfach weiter, da du weisst, dass du auf dem richtigen Weg bist. Auch wenn du durch ein dunkles Waldstück fahren musst, viele Ampeln auf rot stehen, du tanken musst oder was auch immer sonst geschieht. Nichts muss perfekt sein.”

 

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Zu dem Thema “perfekt” könnte man schon wieder einen eigenen Text schreiben. 😉 Was ist überhaupt perfekt? Perfekt ist das, was es für dich bedeutet. Für dich alleine! Perfekt ist der Effekt, dass dich glücklich macht was du tust. Dass du dich erfüllt fühlst und Eins mit dir bist. Und im Grunde sind wir doch alle schon perfekt, wir wissen es nur nicht.Völlig egal was irgendwer im Aussen sagt. Jeder hat seine ganz eigene Definition von perfekt für sich und sein eigenes Leben. Und die darf auch jeder haben.

Ja, das war dann mal noch eine spezielle Botschaft innerhalb des eigentlichen Textes. So geht’s mir beim Schreiben, ich weiss nie, was da so kommt. 😉 Ich schreibe es einfach auf. Hmm, da hinterfrage ich es auch nicht, ich tue es einfach. Es geht also. 😉

Nunja, da ich ja schon seit mehreren Jahren immer mal wieder verschiedene Texte bzw. Botschaften aufschreibe die mir so in den Sinn kommen, überlege ich auch schon seit Ewigkeiten, was ich denn mit ihnen machen soll. Irgendwann kam die Idee sie zu veröffentlichen, ich fragte mich nur wie und wo. Irgendwann druckte ich alles mal aus und las es immer mal wieder. Die meisten Texte sind irgendwie immer wieder fast neu für mich, wenn ich sie lese. Und ich wundere mich manchmal, dass ich etwas schon vor so langer Zeit geschrieben habe obwohl ich das Gefühl habe, dass diese Thematik mir erst aktuell in den Sinn kommt. Jedenfalls lagen sie nun schon länger ausgedruckt hier herum, lange Zeit wieder unbeachtet.

Irgendwann kam mir die Idee eine Homepage zu erstellen und die Texte dort zu veröffentlichen. Mein Verstand mischte sich wieder ein und sagte: “Ob das wohl jemanden interessiert? Wie baust du das auf, wie ordnest du alles an. Manche Texte sind doch viel zu lang, wer soll das alles auf einer Homepage lesen usw. usw.” Somit war das Thema erstmal wieder abgehakt. Aber, es tauchte immer wieder auf. Und die Abstände wurden kürzer und meine innere Stimme wurde und wird diesbezüglich stärker.

Naja, und zwischenzeitlich hat sich da ja doch schon etwas getan. 😉

Meine innere Stimme sagt mir dann hin und wieder, dass dies nicht die einzigen Texte sind, dass da noch viel mehr kommt und ich mir da keine Gedanken machen muss. Was für Gedanken überhaupt, oder? Dass da auf einmal nie wieder etwas an Botschaften, Texte aus meinem Inneren kommen könnte. Was für ein Quatsch! Ja, mindestens genau so ein Quatsch wie das, was man sich da sonst so einredet und sich so selber von seinem Glück abhält.

Da ich durch verschiedene wundervolle Online Kongresse in der letzten Zeit viele unterschiedliche Menschen gehört und gesehen habe merke ich, wie sehr in mir etwas reift und raus will. Ja, ich bin bereit sagt mein Innerstes. Ich sehe ich bin nicht alleine, es ist nicht so aussergewöhnlich was ich mir ersehne. Mein Verstand sagt eher noch sowas wie: “Ohjeohje, nöö, lass mal lieber. Ist alles schon gut so wie es ist.”
Nein, ist es nicht. Da geht viel mehr. ICH möchte viel mehr. Ich möchte etwas mit der Welt teilen, etwas hinaus in die Welt unter die Menschen bringen. Etwas sinnvolles, etwas, das in allererster Linie mir Spaß macht und mich mit einem völligen Glücksgefühl durchströmt. Immer wieder aufs Neue. Etwas, womit vielleicht auch andere Menschen etwas anfangen können, was ihnen ihr Leben erleichtert, sie inspiriert oder was auch immer.

Ich habe seit einiger Zeit diese Idee, die Vision, dass ich sehr gerne etwas in dieser Welt hinterlassen möchte. Etwas, das auch dann noch viele Herzen erfreut, Menschen zum lächeln bringt und ihnen eine Hilfestellung ist, wenn ich diese Welt schon lange verlassen habe.
Und immer öfter habe ich die Gedanken, dass ich ja nun auch nicht mehr ewig hier sein werde. Ich werde jetzt im März 40 Jahre und da kann schon locker die Hälfte meiner Lebenszeit vorbei sein.
In mir entsteht da weniger die Angst vor dem Tod, sondern eine tiefe Traurigkeit darüber, dass ich hier bisher nicht wirklich etwas “Sichtbares” getan habe (zumindest nach meinem Empfinden), wovon auch viele andere Menschen noch nach meinem Ableben etwas haben.

Umso mehr ist mir natürlich verständlich, dass ich meine innere Stimme immer deutlicher und öfter vernehme und ich gewisse Dinge immer wieder im Sinn habe. Weil es eben an der Zeit ist etwas zu tun. Das, was ich ohnehin tun möchte, egal was daraus entsteht oder nicht. Und Hauptsache eben etwas anderes als das, was ich bisher getan habe. Damit eben überhaupt etwas anderes in meinem Leben passieren kann und darf. 😉

Das alles ist ein riesiger Entwicklungsprozess. Ich habe das Gefühl, dass ich seit einiger Zeit mitten in einer Art Transformation, Ver-wandlung stecke. Mit allen möglichen Höhen und Tiefen. Ich nehme dies, soweit es mir möglich ist, ganz bewusst wahr und versuche es zuzulassen und es auch als eine Art Reinigungsprozess anzusehen. Ich liebe Schmetterlinge und habe da immer im Sinn, dass ich mich aktuell aus meinem Kokon befreie. 😉 Was ja der Zeitpunkt ist an dem die Raupe denkt sie stirbt ohne zu wissen, dass sie sich in einen wundervollen Schmetterling verwandelt und somit zu völliger Freiheit gelangt, wie sie es sich selber niemals erträumen könnte. So in etwa fühle ich mich hin und wieder. Und dann mischt sich aber irgendwie auch immer wieder so ein Glücksgefühl dazu, eine Art Vorfreude auf das was noch alles kommt.

Dieses Jahr, 2016, habe ich an einem Ostersonntag Geburtstag und werde 40 Jahre jung. Unglaublich aber wahr. 😉 Dazu habe ich dauernd die “Auferstehung” im Sinn. Wie Phönix aus der Asche. Wie die Raupe zum Schmetterling. Vom Tod zum Leben. Vom Tiefschlaf des bisherigen Lebens zu einem Leben in Bewusstheit, Wachheit und Klarheit. 😉

Ein Schillerfalter auf meiner Hand

Ein Schillerfalter auf meiner Hand

Und da kommt dann eben das “Tun” zum Einsatz. Und ich habe das Gefühl, dass es mir inzwischen auch viel weniger wichtig ist, was daraus wird, was jemand anders sagen oder denken könnte. Vielmehr ist es mir wichtiger es einfach zu tun. Und zwar für mich! Einfach etwas von dem zu tun, was ich im Sinn habe, was hinaus möchte. So bin ich mehr und mehr bereit dem einfach zu folgen. Da es sich gut anfühlt weiss ich, dass es richtig ist. Tja, wenn nicht jetzt wann dann? Wieviele Jahre will ich noch warten. Und vor allem worauf denn bitte?
Es ist doch alles da was ich brauche: Mein Potenzial, mein Herz, mein Verlangen. Was brauche ich denn noch mehr? Höchstens Mut! Genau mehr Mut!

Mut für alle 😉 Mut, dass wir ab sofort alle nur noch unserem Herzen folgen. Unserem Herzen und unserer inneren Stimme.

Man merkt, die Flügel beginnen sich auszubreiten, oder? 😉

So, zum Abschluss kommt mir folgendes in den Sinn:

“Sei mutig das zu tun, was Du tun möchtest.
Sei mutig das zu tun, was sich durch dich in der Welt verwirklichen möchte.
Sei mutig dein Potenzial hinaus in die Welt zu lassen.
Sei mutig dich so zu zeigen wie du bist.
Sei mutig dich so anzunehmen und zu lieben wie du bist.
Habe Mut zum mutig sein.”
😉

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4 thoughts on “Vom Wollen zum Tun

  1. Mich beschäftigen deine Gedanken täglich.
    “Und instinktiv weiss ich, das sich dahinter ein riesen Potenzial verbirgt, was nur darauf wartet endlich hinaus gelassen zu werden.”
    Es wird zu viel geredet, geschrieben und geplant und keiner tut was (dagegen). Die wichtigen Dinge des Lebens werden `auf die lange Bank´ verschoben. Nach einer aktuellen Studie verbringen `die Deutschen´ die meiste Freizeit vor `der Glotze´.
    Nur Kinder wissen noch was sie tun.
    LG
    PJP

    • Ja, Kinder folgen ihren Impulsen und tun das, was sie tun möchten, worauf sie eben einfach Lust haben. Sie fragen nicht ob es anderen gefällt. Und so können wir uns an unser inneres Kind wenden und es fragen wozu es heute Lust hat, was es an sich erleben möchte. Dadurch erfährt man zum Teil auch wieder mehr Leichtigkeit. Letztlich darf und sollte jeder für sich selbst entscheiden was er tun möchte und was ihm selber gut tut. Und diese Freiheit darf man auch jedem anderen zugestehen. Und ich bin nach wie vor sooo froh seit einigen Monat TV Frei zu sein. 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Ursula

  2. Liebe Ulla,
    das beschreibt ja mal alle Ängste und Vorbehlate die ich auch hatte und teilweise noch habe. Jaja, die Gedanken, den Vorgaben und Erwartungen nicht zu entsprechen … Doch irgendwann vergeht der Spaß daran sich zu verkleiden. Also weg mit den Masken und weg mit den Kostümen.
    Meine divise dazu ist seit langem: “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.”
    Schreibe in deinem Stil weiter. Der ist was du bist. Und er ist wundervoll.
    Herzensgrüße
    Sirut Sabine

    • Hallihallo liebe Sirut Sabine,
      ganz lieben Dank, das freut mich sehr zu lesen. 😉
      Ja, man fühlt sich immer leichter und freier, je mehr man sich die übergestülpten Masken und Kostüme abstreift. Deine Devise habe ich auch öfter im Sinn. 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Ulla

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