Achterbahn der Gefühle

Achterbahn der Gefühle oder Ebbe und Flut

 

Hast du Lust auf eine gratis Eintrittskarte für die mega superduper Achterbahn? Auf Loopings die es so sonst nirgendwo gibt? Ach komm, das gefällt dir doch bestimmt. Sagtest du nicht, dass du dich langweilst? Wolltest du nicht etwas mehr Action, Schwung und Nervenkitzel in deinem Leben haben?

Tja, die Achterbahnfahrt des Lebens ist eben nichts für „Weicheier“. 😉

Und, da meine geliebte Seele offenbar aktuell so richtig in Action Laune ist, bekomme ich mal gezeigt, was bei der Achterbahnfahrt des Lebens so alles abgeht. Da ist es wurscht ob es dir von den ganzen Loopings schon speiübel ist oder ob du vor lauter Drehungen und auf uns ab’s die Hosen gestrichen voll hast. Es geht munter weiter. Du wolltest das Leben also bitteschön: Hier ist es!

Während der Ebbe fliessen die Inspirationen, die neuen Ideen, du bist voller Tatendrang, du malst dir dein Leben in den buntesten Farben aus und weisst gar nicht, was dich da gestern „überrollt“ hast. Du bist voller Power, Lebensfreude, könntest Bäume ausreissen und Luftsprünge machen.

Und dann kommt auf einmal die Flut. Sie ist sooo schnell da, dass sie dich immer wieder eiskalt erwischt und dich vollkommen überrollt. Du ertrinkst fast in deinem eigenen Meer aus Tränen. Deine extrem starken Gefühle schnüren dir den Hals zu und du hast das Gefühl zu ersticken. Immer wieder glaubst du, das war es jetzt. Nun ist es bald aus und vorbei. Immer wieder erlebst du das Gefühl zu sterben. Es ist ein inneres sterben. Immer und immer wieder.

Du kannst nun ertrinken, dich an deinen Rettungsring klammern, nach Hilfe rufen, vertrauen, dass es genau so geschieht wie es geschehen soll oder du bewegst dich eine Weile in deiner eigenen Unterwasser – Gefühlswelt. Was gibt es dort zu sehen, was du sonst nicht siehst? Was willst du vielleicht nicht sehen und wirst aber immer wieder gezwungen genau hinzuschauen?

Wenn die Ebbe sich wieder verzogen hat, das kann manchmal innerhalb einer halben Stunde oder noch kürzer sein, es kann aber auch erst nach einem oder mehreren Tagen sein, kann es sein, dass du direkt automatisch auf die Achterbahn geschwungen wirst und los geht die nächste wilde Fahrt. Völlig durchnässt, am Ende mit deinen Kräften, im Tal dunkler Gefühle drehst du ein Looping nach dem anderen. Immerhin trocknest du so schnell wieder. 😉

Stellt die Achterbahn des Lebens einfach nur das auf und ab des Lebens dar? So wie Ebbe und Flut, ein kommen und gehen, Tag und Nacht, Sonne und Mond, Himmel und Erde, Mann und Frau, Leben und Sterben?

Wir können nichts daran ändern, dass es Tag und Nacht gibt, dass es Sonne und Mond gibt, dass es Mann und Frau gibt, dass wir Leben und eben auch sterben. Warum versuchen wir aber alles andere immer wieder zu ver-ändern, teilweise auch mit Gewalt? Warum wollen wir oft alles anders als es ist? Warum sträuben wir uns so oft gegen das was ist? Warum WOLLEN wir ständig irgendetwas???

Hat man das eine will man schon wieder etwas anderes. Hat man das will man wieder etwas. Und meist sind es alles irgendwelche Äußerlichkeiten. Haben, Wollen, Sein. Was ist davon wohl wirklich essentiell? Und was bleibt? Ich sage mal spontan das Sein. Dein SEIN, mein SEIN, unser SEIN unser SO SEIN.

Ab einer gewissen Bewusstwerdung weiss man, zumindest vom Kopf her, dass alles letztlich in einem selbst verborgen ist. Alles Wissen, alle Antworten, Lösungen usw. Die besten Ideen, alle Visionen sie entstehen aus unserem Inneren. Doch warum meinen wir größtenteils immer noch nach Antworten im Aussen suchen zu müssen? Warum glauben wir so oft, dass jemand uns im Aussen unsere Fragen beantworten kann? Alle äusseren Antworten sind letztlich Erinnerungen von unserem eigenen SEIN. Alles, was wir über uns glauben, sehen oder erleben wir in irgendeiner Form im Aussen.

Wenn man sich dann so manchmal das eigene Aussen betrachtet, fragt man sich doch wirklich, was da dann erst im Inneren abläuft. Oder was da eben nicht läuft. Was ist dort nicht im Fluss?

Im Aussen werden die abenteuerlichsten, halsbrecherichsten Dinge veranstaltet um Spaß im Leben zu haben, um sich einen „Kick“ zu verschaffen.  Aber den eigenen inneren Abenteuerspielplatz zu betreten, davor scheuen sich die meisten Menschen. Warum? Vor was haben sie Angst? Vor wem haben sie Angst? Da in meinem Inneren niemand ausser mir selbst ist, lautet die Antwort, dass ich Angst vor mir selber habe! Ich kann ja immer nur mir selbst begegnen. Mir und meinen eigenen Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnissen. Sei es aus diesem, oder wer weiss wie vielen anderen Vorleben und Inkarnationen. Und in meinem Inneren, in meiner Essenz, in meiner Seele ist eben all dieses Wissen abgespeichert. Es ist also da.

Habe ich Angst zu sehen oder zu erkennen wer ich wirklich bin? Habe ich Angst zu sehen, was ich alles getan, was ich verbrochen, wen ich verletzt habe? Doch was ver-ändert die Angst? Ja genau NICHTS! Was auch immer ich oder du in diesem oder in vergangenen Inkarnationen verbrochen haben oder was uns angetan wurde: es ist nicht zu ver-ändern. Also zumindest nicht in direkter Form.

Warum werden wir also immer wieder in unser Innerstes und auf uns selbst zurück geschleudert?

Um an-zu-erkennen was und wer wir sind? Um an-zu-erkennen das wir eben nun einmal sind wer und was wir sind? Um an-zu-erkennen was auch immer wir getan haben oder was uns angetan wurde? Wenn wir etwas an-er-kennen sagen wir JA dazu. Und durch das Ja machen wir uns frei von der Ablehnung und dem Kraftakt der Ablehnung. Wer versucht etwas zu unterdrücken braucht dermassen viel Kraft und Lebensenergie die andernorts fehlt.

Die eigenen Mauern aufrecht zu erhalten, damit niemand das wahre Sein erkennt, weil die Angst vor Ablehnung besteht, ist das anstrengendste, kräftezehrendste und energieraubendste was es überhaupt gibt. Da kann ich aus früheren Jahren Arien von singen und du vielleicht auch. Aber dies bemerkt man erst dann, wenn einen irgendwann alles dermaßen überrollt, dass man alles fallen lässt. Es ist einem völlig egal, ob man „nackt“ vor jemandem steht, ob jemand sieht, dass man Rotz und Wasser heult oder was auch immer. Das ist Achterbahnfahrt vom allerfeinsten. Und die meisten von uns haben da ein Lebensabo gebucht. Tja, vermutlich weil wir schon da den Hals nicht vollbekommen haben. 😉

Aus eigener Erfahrung kann ich für mich sagen, dass die Achterbahnfahrten zwar nie ganz eingestellt werden, aber sie ver-ändern sich. Oder sind eher wir selbst diejenigen, die diese Achterbahnfahrten anders betrachten? Vermutlich ist es auch eine Mischung aus beidem. Für mich kann ich sagen, dass die Achterbahnfahrten inzwischen viel kürzer sind. Aber dafür bekommt man die Intensität, die sonst auf mehrere Tage verteilt war innerhalb kürzester Zeit zu spüren. Beim Sex könnte man sagen es war zwar kurz aber gut…. 😉 Doch bei der mega Gefühlsachterbahnfahrt?

Meist entsteht durch das enorme durchwirbeln viel neues Wissen und Erkenntnis. Es ist nach diesem gefühlten inneren mega Tornado oft so, als sei nichts gewesen. Das finde ich sehr erstaunlich. Es kann sein, dass man sich leicht geschwächt fühlt, aber es ist für diesen Moment eben vorbei. Es geht weiter – ganz nach dem Motto: „War irgendetwas?“

Da ich heute erst wieder eine kleine Achterbahnfahrt hinter mir habe, hatte ich nach einer kurzen Auszeit in meiner Hollywoodschaukel in der Sonne auf einmal wieder das Power Gefühl: „So, weiter gehts, was machen wir jetzt?!“ Ich drehte die Musik auf und folgte meinem Impuls zu schreiben. Über die Gefühls-Achterbahn des Lebens. 😉

Und da ich von verschiedenen Menschen weiss, dass es ihnen aktuell ähnlich geht, sind meine Zeilen, meine Worte vielleicht ein kleiner „Trost“. Wobei das nicht das passende Wort ist, wie ich finde, aber ein anderes habe ich gerade nicht im Sinn.

In den letzen Tagen und Wochen hatte ich so oft das Gefühl innerlich zu sterben und wieder neu geboren zu werden, dass ich mich eben noch fragte ob sich so auch Schmetterlinge fühlen? Ich liebe Schmetterlinge. Sie stehen für mich für die Transformation, den Tod und die Wiedergeburt, Kraft, Stärke, Mut, Freiheit und Schönheit. Und letztlich steckt ja auch das in jedem einzelnen von uns.

Jeder einzelne von uns hat es auf die Welt geschafft. Hallo! Ist das bitte nichts? Wir waren seinerzeit das schnellste Spermium unter tausenden! 😉 Wir haben uns von so einem Miniteil nach und nach entwickelt. Und es dauerte auch 9 Monate, manchmal ging es auch schneller. Und damit war ja noch lange nicht genug. Als hilflose kleine Geschöpfe waren wir auf die Hilfe von Aussen angewiesen um zu wachsen und zu gedeihen. Wie auch immer die Kindheit bei jemandem auch gewesen sein mag: Jetzt sind wir hier. Jetzt sind wir erwachsen. So vieles haben wir erlebt und erfahren. Größtes und tiefstes Leid aber auch die pure und geilste Lebensfreude. Alles ist da und alles liegt meist sehr nah beieinander.

Leben und Tod wie auch Leid und Freud‘. Jetzt als Erwachsene haben wir allerdings die einzigartige Macht und selbst zu entscheiden, was wir erleben und erfahren möchten. Zumindest größtenteils. Wir selbst entscheiden, wie wir mit unseren Erfahrungen, Erlebnissen und Gefühlen umgehen. Wir entscheiden ob wir uns schlecht behandeln lassen oder ob wir Grenzen setzen und für uns selbst einstehen. Ja, ich weiss, manchmal ist es leichter gesagt als getan. Und auch ich denke mir in meinen Gefühls-Flut-Zeiten manchmal: „Geh‘ mir weg mit dem Bullshit, das hilft mir jetzt auch nicht.“ 😉

Aber danach lache ich dann wieder, auch gerne über mich selbst und meine eigene innere Drama-Queen. Sie betritt ab und an mal meine Lebens-Bühne und zeigt, was sie so kann. Da gibt’s noch viele, viele weitere innere Anteile, die sich immer mal wieder zeigen. Und manchmal darf man ihnen die Bühne auch einfach mal überlassen und an-er-kennen, dass sie eben auch da sind.

Die größte Lern-Aufgabe für uns Menschleins ist vermutlich die, uns selbst so zu akzeptieren und zu lieben wie wir tatsächlich sind. Kaum zu glauben, dass dies eine der größten Hürden für die meisten von uns darstellt. Wie schnell wäre durch die Selbst-Annahme auch Frieden in uns, der sich dadurch auch im Aussen wiederspiegeln würde. Alles, was im Aussen ist, stellt in irgendeiner Art und Weise auch unseren Inneren Spiegel dar. Die Angst, die da ins Aussen, auf was auch immer projiziert wird, ist im Grunde die Angst vor sich selbst und seinem eigenen Inneren. Was im Grunde auch unglaublich ist.

Wir haben Angst vor uns selbst und können uns selbst nicht so lieben wie wir wirklich sind!? Wir sind schon ein völlig verrückter Haufen oder? 😉

Aber glücklicherweise haben viele Menschen diese ganz extremen Erfahrungen, Erlebnisse und mega Loopings in, für sich selbst, gesunde Lebens-Bahnen lenken können. Und an diesen Menschen dürfen und können wir uns beispielsweise orientieren. Sie zeigen uns, dass es Möglichkeiten gibt, dass nicht alles bleiben muss wie es derzeit ist. Auch wenn alles in uns selbst verborgen ist, benötigt es oftmals auch Erinnerungen und Anstösse von Aussen. Ja, dabei kann es auch sein, dass es der Anschubs zu einem deiner dollsten Loopings aller Zeiten ist. 😉 Aber auch der ist irgendwann wieder vorbei und du wirst beschenkt sein mit vielen neuen Erkenntnissen und Erinnerungen.

Also:
bleiben wir alle mutig und tapfer in diesen Zeiten und wissen,
dass wir nicht alleine sind!

So vieles haben wir schon geschafft und gemeistert.
Die aktuelle Lebens-Zeit mit allem, was sie beinhaltet rocken wir auch noch!
Ja oder Ja?! 😉

Meine Seele macht aktuell vermutlich Urlaub und überlässt meinem Sein das schreiben. 😉

 

Uups, als ich gerade gesehen habe, dass der Text doch sooo lang geworden ist sagte mein Verstand direkt: „Das liest doch kein Mensch!“ 😉 Und wenn es nur einer liest und es ihm, wie auch immer hilft, ist er es wert präsentiert zu werden. Nicht immer liegt die Würze in der Kürze. Zwar auch nicht in ellenlangen Romanen, aber das ist halt so, wenn man das Schreiben liebt. 😉

 

Falter auf meinem Finger 1

Eine Begegnung vor ein paar Tagen – ich liebe solche Begegnungen und Momente. 😉

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