Bin ich jetzt bereit zu gehen? Teil 1

Nichts ist so sicher wie das sterben

Aktuell scheint sich vieles um die Themen Tod, Sterben, Loslassen, Abschied und alles, was irgendwie damit zusammen hängt zu drehen. Themen, die mich immer mal wieder innerlich sehr stark berühren und mich oftmals auch hilflos machen und ich mich im Umgang mit ihnen etwas überfordert fühle.

Nichts gehört so sehr zum Leben wie der Tod und doch beschäftigt sich kaum jemand mit den Themen Tod und Sterben. Man könnte das Gefühl bekommen, das jeder glaubt er würde ewig leben und dass ja nur die anderen sterben. Mit allem möglichen wird sich im Laufe des Lebens befasst. Es wird geplant, spekuliert, vorbereitet usw. Doch was ist mit dem eigenen Tod? Klar, wenn ich gestorben bin muss ich mich nicht mehr darum kümmern – könnte man sagen. Doch ist das wirklich so?

Das Thema Tod betrifft jeden der hier auf Erden lebt. Und auch, wenn die meisten es immer und immer wieder unterdrücken ist es dennoch da. Und durch das Unterdrücken stärken sie es im Grunde. Und irgendwann wird es sich seinen Weg bahnen und uns damit konfrontieren. Und da werden wir nicht gefragt ob wir das wollen oder nicht. Ob der Zeitpunkt gerade passend ist oder uns ein anderer lieber wäre.

In jeder einzelnen Sekunde sterben so viele Menschen und Tiere. Und vermutlich werden ebenso viele wieder geboren. Es ist hier auf Erden ein ständiges kommen und gehen. Ein ständiges geboren werden und sterben. Ein ständiges Ende und ein Neuanfang. Ein Abschied und eine Begrüßung. Wie oft am Tag begrüssen wir Menschen und verabschieden uns auch wieder von ihnen? Im Grunde sind beide Teile immer gleichzeitig präsent. Das eine kann ohne das andere nicht sein. Existiert das eine ist auch das andere bereits vorhanden.

Ähnlich verhält es sich auch mit all unseren Problemen von denen wir glauben es sei keine Lösung da. Doch wir können uns sicher sein dass, wenn ein Problem da ist auch sofort die Lösung mitgeliefert wird. Ob wir diese sehen, erkennen und annehmen wollen ist eine andere Geschichte. Aber da sind die Lösungen allemal.

Unsere Seele lebt ewig

So ist auch in jedem von uns die Lösung, bzw. die Antwort darauf, wie wir mit dem Tod umgehen (können). Für unsere Seele gibt es kein sterben. Sie lebt ewig. Einzig unser Körper stirbt und löst sich auf. Doch unsere Seele, mit all ihren Erfahrungen aus diesen wie auch aus allen vergangenen Inkarnationen, lebt weiter. Nur eben dann nicht mehr in diesem Körper der gerade gestorben ist.

Ja, wenn wir es frei von Emotionen betrachten könnten wäre es vermutlich „so einfach“. Doch wir Menschen sind ausgestattet mit einer Vielzahl an Gefühlen, Emotionen und allerhand Gedanken die diese Gefühle in uns immer wieder auslösen. Sind wir dazu auch noch feinfühlig und empathisch, bekommen wir die geballten Gefühle anderer Lebewesen auch noch mit und fühlen diese ebenfalls in uns ohne oftmals zu wissen, was da eigentlich mit uns/in uns los ist.

Ich glaube, dass für uns Menschen diese Ungewissheit der Auslöser für unser Leiden, für unsere Trauer ist. Ein Teil in uns weiss zwar und glaubt irgendwie daran, dass es nach dem irdischen Tod weiter geht, doch wir wissen es nicht wirklich. Zumindest können wir es unserem Verstand nicht begreiflich machen. Denn unsere Seele selbst weiss es ja. Vermutlich ist unser Vertrauen in die Schöpfung, in Gott, wie auch immer man es benennen mag, nicht groß genug um es dabei auch zu belassen und zu akzeptieren was nun einmal so ist wie es ist.

Sicherlich kann niemand einem anderen DAS Patentrezept geben wie man mit der eigenen Trauer, den eigenen Ängsten vor dem Tod, dem Sterben,vor Verlusten usw. umgeht. Doch es ist sicherlich hilfreich sich ab und an mit diesen Themen zu befassen. Dort wo wir den größten Schmerz empfinden liegt oft auch unser größtes Geschenk und Heilungs-Potenzial.

Manchmal gibt es einfach bestimmte Themen die zu einem bestimmten Zeitpunkt offenbar an der Reihe sind und angeschaut / beachtet werden möchten. Es sind wichtige Lern-Schritte auf unserem weiteren Weg. Oftmals verstehen wir erst im Nachhinein warum diese Themen gerade in dem Augenblick so wichtig waren. Es ist immer uns selbst überlassen ob wir diese Lern-Themen annehmen oder nicht. Wir entscheiden. Doch irgendwann werden wir möglicherweise nicht mehr nur „gefragt“, sondern wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen uns dann mit diesen Themen beschäftigen.

Im Grunde sind wir alle Meister des Abschieds und des Loslassens. Uns als Seelen für dieses irdische Leben zu entscheiden war wohl der größte Abschied überhaupt. Abschied nehmen von der Quelle der Liebe, des Friedens – unserer Heimat. Hinein ins Ungewisse mit allerdings einer großen Vorfreude. Doch durch den Schleier des Vergessens hört sich das alles für uns vollkommen fremd an und wir machten diese Welt, unser Leben zu unserer einzig existenten Realität.

Sowohl als auch

Und dann mischt sich immer wieder etwas anderes ein. Erinnerungen tauchen in uns auf. Unser Innerstes, unsere Seele nimmt Kontakt zu uns auf. Der Schleier beginnt sich mehr und mehr zu lüften und wir fühlen uns oft als würden wir zwischen zwei Welten stehen. Einerseits sehnen wir uns nach der einen, nach unserem wahren Zuhause nach dem Quell der Liebe, doch andererseits halten wir hier an allem fest was nur geht und haben die größte Angst davor einmal diese Welt zu verlassen, wie schon viele vor uns.

Mit unserem menschlichen Verstanden glauben wir oft uns zwischen zwei Dingen entscheiden zu müssen. Unsere Devise ist: entweder oder. Doch was ist bitteschön mit: Sowohl als auch!

Alleine die Aussage: Geld oder Liebe ist wohl die gruseligste überhaupt. Wen wundert es da, dass kaum ein Mensch eine gesunde Beziehung zu Geld hat. Geld ist Energie, Geld ist Liebe. Wenn wir uns gegen Geld entscheiden, entscheiden wir uns irgendwo auch gegen diesen Teil der Liebe. Und das machen wir vermutlich schon so lange wir leben. In diesem wie auch in allen vergangenen Leben. Entscheiden wir uns für die Liebe entscheiden wir uns automatisch auch für alles andere was aus der Liebe entspringt.

Und gerade diese Zeit in der wir aktuell leben ist prädestiniert für jegliche Formen der Heilung und Transformation. Noch nie zuvor konnten Dinge so schnell und tiefgehend geheilt und transformiert werden wie in dieser Zeit. Ja, es gab schon immer solche Zeiten – aber diese aktuell ist die stärkste. Und auch dies hat unsere Seele so entschieden, dass wir genau zu diesem Zeitpunkt mit unserem jetzigen Bewusstsein und unserer jetzigen Wahrnehmung genau hier sind! Ja, wir sind dabei – weil wir es wollten! Soll nochmal jemand von sich behaupten er sei nicht erfolgreich. 😉

Nun, zum einen liegt natürlich für jeden selbst ein großes Heilungs-Potenzial in dieser Zeit. Zum anderen geht es aber auch darum andere Seelen zu erwecken, ihnen dabei zu helfen sich an sich selbst zu erinnern und daran, warum sie hergekommen sind. Das ist das eigentliche Ziel dieser Lebens-Reise. Mit dem Liebesquell‘ den jeder in sich selbst wieder entdeckt andere berühren, damit sie diesen auch in sich selbst wieder erkennen.

Kann man den Tod als einen Akt der Liebe ansehen? Diese Frage kommt mir gerade in den Sinn. Wenn alles Liebe ist, wir selbst Liebe sind und wir uns aus Liebe dazu entschlossen haben hier auf Erden unsere Liebe einzubringen, dann lösen wir uns mit dem Tod, mit unserem Sterben in Liebe von diesem Körper los und gehen zurück zum Ursprung unserer Liebe.

 

>> weiter zu Teil 2

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